Neue Grafikkarte - Einsetzen und Installieren

    Neue Grafikkarte - Einsetzen und Installieren

    In Gegensatz zu der landläufigen Meinung, dass eine Grafikkarte „eben mal“ ausgetauscht werden kann, möchte ich Euch zeigen, dass es etwas mehr Aufwand erfordert. Also nicht nur alte Karte raus, neue Karte rein und „Go“.

    A) NVIDIA-GRAFIKKARTEN

    1. Grundsätzliches:

    • Prüfen, ob das Netzteil genügend Power hat, um eine stärkere Grafikkarte zu versorgen.
    • Prüfen, ob das Mainboard über den richtigen Steckplatz verfügt (AGP oder PCI Express)
    • Den Treiber der aktuellen Grafikkarte in der „Systemsteuerun“ > „Software“ deinstallieren und den Rechner herunterfahren.
    • Bevor man den Schraubendreher in die Hand nimmt, um die Seitenwand des Gehäuses abzunehmen, ist es zwingend erforderlich,
    das Kabel vom Netzteil zu entfernen.
    • Ist das geschehen sollte man auch nicht vergessen, seine eigene elektrostatische Aufladung (durch Reibung auf Teppichböden oder anderen synthetischen Fußbodenbelägen) durch einen Griff an einen metallischen Gegenstand in der Nähe des Rechners abzuleiten.
    • Eine gute Gelegenheit übrigens, den Rechner vom Staubbefall zu erlösen, entweder mit einem Staubsauger, oder, wenn vorhanden, mit Druckluft. Bei der Verwendung von Druckluft drauf achten, dass die Lüfter vom Gehäuse, der CPU und der Grafikkarte mit einem Bleistift fixiert werden, damit sie sich nicht totdrehen!
    • War bisher keine Grafikkarte eingebaut, sondern ist nur ein „Grafikchip“ onboard vorhanden, d.h auf dem Motherboard verlötet, , muss dieser „Grafikchip“ vorher im BIOS deaktiviert werden. Eine Anleitung dazu findet sich in dem Handbuch des jeweiligen Motherboards und kann hier nicht pauschal erklärt werden, weil die BIOS-Typen zu unterschiedlich sind.
    • Wenn der Grafikchip gesondert installiert wurde (also nicht Bestandteil des Motherboard Chip-Satzes war), muss dieser Treiber auch gesondert über die „Systemsteuerung“ > „Software“ deinstalliert werden!

    2. Ausbau der Karte

    • Die Schraube der vorhandenen Grafikkarte auf dem Haltebügel am PC-Gehäuse lösen.
    • Ein eventuell angeschlossenes Stromkabel, das die Grafikkarte zusätzlich mit Strom aus dem Netzteil versorgt abziehen.
    • Bevor die Karte nun herausgezogen werden kann, muss der Sicherungs-Mechanismus (den heute alle neuen Mainboards haben, und der sich am hinteren Ende des Steckplatzes befindet) entsperrt werden.
    • Die neue Karte gerade über den Steckplatz halten und vorsichtig aber bestimmt in den Steckplatz drücken.
    • Das Halteblech mit dem Gehäuse verschrauben
    • Wenn erforderlich, vom Netzteil ein Stromkabel zur Karte legen und anschließen.
    • Darauf achten, dass keine Kabel lose in der Nähe des Kartenlüfters „herumhängen“.

    3. Neustart

    • Netzteil wieder mit Strom versorgen.
    • Das Gehäuse kann noch solange geöffnet bleiben bis ein Neustart ohne Probleme erfolgt ist.
    • Da der alte Grafiktreiber ja bereits deinstalliert wurde, läuft der Rechner im „VGA-Modus“. Jetzt sollte sich der „Hardware-Assistent“ melden. Den Assistenten mit „Abbrechen“ beenden.
    • Bei Grafikkarten mit nVidia-Chipsatz (also alle Gforce-Karten) ist es dringend empfohlen, vor der Treiberinstallation sowohl den Virenscanner als auch eine vorhandene Firewall vorübergehend zu deaktivieren (nachzulesen auf der HP von nVidia). Bei ATI wird es ähnlich sein.
    • Dann den Treibern von der mitgelieferten CD (oder als Download vorliegend) installieren.
    • Neu starten und die Grafik-Einstellungen vornehmen.

    B) ATI-GRAFIKKARTEN

    1. Grundsätzliches:

    • Prüfen, ob das Netzteil genügend Power hat, um eine stärkere Grafikkarte zu versorgen.
    • Prüfen, ob das Mainboard über den richtigen Steckplatz verfügt (AGP oder PCI Express)
    • Bevor man den Schraubendreher in die Hand nimmt, um die Seitenwand des Gehäuses abzunehmen, ist es zwingend erforderlich, das Kabel vom Netzteil zu entfernen.
    • Ist das geschehen sollte man auch nicht vergessen, seine eigene elektrostatische Aufladung (durch Reibung auf Teppichböden oder anderen synthetischen Fußbodenbelägen) durch einen Griff an einen metallischen Gegenstand in der Nähe des Rechners abzuleiten.
    • Eine gute Gelegenheit übrigens, den Rechner vom Staubbefall zu erlösen, entweder mit einem Staubsauger, oder, wenn vorhanden, mit Druckluft. Bei der Verwendung von Druckluft drauf achten, dass die Lüfter vom Gehäuse, der CPU und der Grafikkarte mit einem Bleistift fixiert werden, damit sie sich nicht totdrehen!
    • War bisher keine Grafikkarte eingebaut, sondern ist nur ein „Grafikchip“ onboard vorhanden, d.h auf dem Motherboard verlötet, , muss dieser „Grafikchip“ vorher im BIOS deaktiviert werden. Eine Anleitung dazu findet sich in dem Handbuch des jeweiligen Motherboards und kann hier nicht pauschal erklärt werden, weil die BIOS-Typen zu unterschiedlich sind.
    • Wenn der Grafikchip gesondert installiert wurde (also nicht Bestandteil des Motherboard Chip-Satzes war), muss dieser Treiber auch gesondert über die „Systemsteuerung“ > „Software“ deinstalliert werden!

    2. Deinstallation des aktuellen Treibers

    • In der „Systemsteuerung“ unter “Software“ findet man verschiedene Einträge von ATI.
    • Einer diese Einträge heißt „ATI Software Uninstall Utility“ (also das Dienstprogramm zur Deinstallation von ATI Software)
    • Auf die Schatfläche „Andern/Entfernen“ drücken. Die Software wird jetzt entfernt und es folgt die Anweisung auf einen Neustart.
    • Nach dem Neustart die „Software“-Liste noch einmal durchsehen, ob noch andere ATI-Einträge vorhanden sind. Diese sind dann ebenfalls zu deinstallieren.
    • Weiter untern sollte es noch einen Eintrag geben der „DAO“
    • DAO auswählen und ebenfalls deinstallieren, den Rechner herunter fahren, das Netzteil ausschalten und das Stromkabel vom Netzteil abziehen

    3. Ausbau der Karte

    • Die Schraube der vorhandenen Grafikkarte auf dem Haltebügel am PC-Gehäuse lösen.
    • Ein eventuell angeschlossenes Stromkabel, das die Grafikkarte zusätzlich mit Strom aus dem Netzteil versorgt abziehen.
    • Bevor die Karte nun herausgezogen werden kann, muss der Sicherungs-Mechanismus (den heute alle neuen Mainboards haben, und der sich am hinteren Ende des Steckplatzes befindet) entsperrt werden.
    • Die neue Karte gerade über den Steckplatz halten und vorsichtig aber bestimmt in den Steckplatz drücken.
    • Das Halteblech mit dem Gehäuse verschrauben
    • Wenn erforderlich, vom Netzteil ein Stromkabel zur Karte legen und anschließen.
    • Darauf achten, dass keine Kabel lose in der Nähe des Kartenlüfters „herumhängen“.

    4. Neustart und Installation

    • Netzteil wieder mit Strom versorgen und einschalten.
    • Das Gehäuse kann noch solange geöffnet bleiben bis ein Neustart ohne Probleme erfolgt ist.
    • Da der alte Grafiktreiber ja bereits deinstalliert wurde, läuft der Rechner im „VGA-Modus“. Jetzt sollte sich der „Hardware-Assistent“ melden. Den Assistenten mit „Abbrechen“ beenden.
    • ATI empfiehlt dringend, vor der Treiberinstallation sowohl den Virenscanner als auch eine vorhandene Firewall vorübergehend zu deaktivieren (nachzulesen ATI).
    • Das „Catalyst Control Center“ erfordert das „Microsoft.NET Framework“. Dieses muss vor der Installation des „Catalyst Control Center“ auf dem Rechner installiert sein (nachzuprüfen unter „Software“ in der „Systemsteuerung“) oder installiert werden (gibt es als Download bei Microsoft direkt oder bei vielen anderen Download-Seiten“
    • Dann den Treibern von der mitgelieferten CD (oder als Download vorliegend) installieren.
    • Eine Alternative zu der ATI-Treiber-Software wären die entsprechenden „Omega-Treiber“. Die Omega-Treiber für Karten mit ATI-Grafikchip basieren auf den Original-Catalyst-Treibern, sind aber in Bezug auf Leistung und Bildqualität optimiert. Wichtig ist allerdings, dass man sich vor der Treiberinstallation (ob Catalyst oder Omega) über den für die Grafikkarte richtigen Treiber informiert. Nicht jeder neue Catalyst passt zu jeder Grafikkarte!
    • Neu starten und die Grafik-Einstellungen vornehmen.
    Was hat Windows mit U Booten gemeinsam? Kaum macht man ein Fenster auf fangen die Probleme an :cry: